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Keine Straßenbahnabstellanlage in Rohrbach Süd!

Transparent: Hände weg vom Rohrbacher Feld

wie Sie sicher der Tageszeitung entnommen haben, geht die beabsichtige Straßenbahnabstellanlage in Rohrbach Süd in die nächste Runde. Nachdem die Stadtverwaltung für Donnerstag, dem 18. Februar zu einer digitalen Bürgerinformationsveranstaltung eingeladen hatte, wo sie die Planungen zum Betriebshof vorstellen wollte, war es uns ein Anliegen, vor diesem Termin noch einmal ein Zeichen zu setzen. Am Dienstag, dem 16. Februar fand deshalb an der Haltestelle Rohrbach Süd eine zweite Kundgebung statt, zu der ca. 100 Rohrbacherinnen und Rohrbacher gekommen sind. Vertreter fast aller Parteien haben dort ihre Unterstützung und die Ablehnung des Vorhabens zugesagt.

Berichte zu dieser Kundgebung finden Sie unter:

Das, was die Stadt und die RNV dann am 18. Februar vorgestellt haben und was in der RNZ vom 20. Februar veröffentlicht wurde, hat unsere schlimmsten Erwartungen bestätigt. Die Stadt plant tatsächlich mindestens 5.000 m² an Ackergelände und Brachflächen zu überbauen.

Diese „Bürgerinformationsveranstaltung“ verlief sehr eigenartig. Ca. 250 interessierte Heidelbergerinnen und Heidelberger hatten sich zugeschaltet. Zuerst wurden die zukünftigen Planungen am Betriebshofstandort vorgestellt und dann sehr kurz, wie die Auslagerung vom Bahnen auf dem Gleislager in Wieblingen aussehen würde. Dieser Standort wurde wegen einigen technischen Problemen verworfen, die aber ein Fachfremder so schnell gar nicht nachvollziehen konnte.

Dafür wurde dann eingehend auf die Planung am jetzigen Standort eingegangen. Wiederholte Fragen im Chat, der nur über eine extra Seite zugänglich war, ob es überhaupt Planungen gibt, bei denen man die Fläche bis zur Czernybrücke einbezogen hat, wurden umschifft. Die Fläche sei ungeeignet von der Form. Außerdem wolle man die Kultur- und Kreativwirtschaft an diesem Standort erhalten und sogar noch Wohnraum schaffen. Pläne, die gezeigt hätten, dass die erforderliche Anzahl an Straßenbahnen dort nicht untergebracht werden können, gab es nicht. Das musste man glauben. Unverständlich wird das, wenn man daran denkt, dass die Ochsenkopfwiese auch deshalb als Standort abgelehnt wurde, weil die Stadt bestätigt hat, dass sich der Betriebshof am jetzigen Standort realisieren ließe und lediglich ein paar Straßenbahnen während der Baumaßnahme in Nachbargemeinden ausgelagert werden müssten.

Dann ging es ums Rohrbacher Feld. Die jetzige Nutzung der Flächen war dabei völlig irrelevant. Seit 1976 gibt es einen Bebauungsplan, der dort einen großen Parkplatz für 400 PKW vorsieht. Die Planung entstand wohl im Rahmen der Entwicklung des Gewerbegebiets Rohrbach-Süd, als man von mehr benötigten Stellplätzen ausging. Bis heute wurden diese nicht benötigt und niemand käme mehr auf die Idee an diesem Standort so einen großen Parkplatz zu planen. Die Frage sollte da auch erlaubt sein, ob so ein Bebauungsplan heute noch genehmigt würde. Jedenfalls ist dieser Parkplatz der Vergleich, den die Stadt bei dem jetzigen Vorhaben heranzieht, so dass sie zu einer positiven Ökobilanz des Standorts kommt.

Plan der geplanten Straßenbahnabstellanlage

Sämtliche Fragen konnte nur in einem separaten Chat gestellt werden. Somit konnten die Fragen auch nur die Personen lesen, diesen den zusätzlich geöffnet hatten. Der Moderator suchte sich einige Fragen heraus. Die Vertreter von RNV und Stadt rätselten teilweise herum, wie eine Frage gemeint sei, obwohl ein paar Kommentare weiter die Frage präzisiert worden war. Auch das war ein Nachteil der Kommunikationsform. Detailfragen waren aufgrund der Länge des zulässigen Textes gar nicht möglich.

Als die Frage wegen der Lärmbelastung in der Karlsruher Straße aufkam, wurde das sofort auf den Autoverkehr geschoben, um den es bei diesem Thema gar nicht ging. Man wolle sich Geschwindigkeitskontrollen überlegen. Auf eine Erläuterung, dass es sich um rumpelnde und quietschende Straßenbahnen handelt, wurde gar nicht eingegangen. Ähnlich verlief es mit Fragen zum Standort. Teilnehmer, die sich sprachlich zu Wort gemeldet haben, um Erläuterung zu geben, wurden gemaßregelt, dass das nicht zulässig sei.

Die Auswahl und die Beantwortung der Fragen war jedenfalls sehr selektiv und erweckte den Eindruck, dass die Stadt an einem ernsthaften Austausch gar nicht wirklich interessiert war, sondern es darum ging, die eigene Planung als einzig realisierbare darzustellen.

Am 04. März wird das Vorhaben im Bezirksbeirat zur Abstimmung gestellt.

Das Verhalten der Stadt lässt jedenfalls leider keinen Zweifel aufkommen, dass man alles versucht um diesen Standort durchzudrücken.

Aber wir bleiben dabei: „Hände weg vom Rohrbacher Feld!“

In den nächsten Tagen erhalten Sie weitere Informationen, wie SIE hierbei mithelfen können!

Gemeinsam spielen und lernen

Holzstatue: Pusteblume mit Frauengesicht 25 Jahre Integration in der »Pusteblume«

160 Kinder betreuen die Pusteblume-Kindergärten der Lebenshilfe Heidelberg, rund die Hälfte davon mit Sonderförderbedarf. In drei Häusern lernen, erleben und spielen sie gemeinsam und erfahren so von Anfang an, was Inklusion bedeutet. Als im Februar 1996 der Schulkindergarten der Lebenshilfe als »Pusteblume« seine Türen auch für Kinder ohne Sonderförderbedarf öffnete, war dies ein Novum und vor 25 Jahren keine Selbstverständlichkeit. Mit viel Mut und neuen Ideen erarbeitete das Team unter der Leitung von Valentina Schenk als eines der ersten in Baden-Württemberg eine inklusive Konzeption. Und im Februar 1996 startete die erste Gruppe. Seither gibt es in der Pusteblume ohne Unterbrechungen eine Warteliste. Um den stetig wachsenden Bedarf an Plätzen abzudecken, wurde im März 2009 in der ehemaligen Kesselhalle der Fuchs’schen Waggonfabrik die »Kleine Pusteblume« eröffnet uns 2013 die inklusive Kleinkindbetreuung im »Spatzenhaus. Heute gibt es in den Kindergärten Pusteblume insgesamt 15 gemischte Gruppen.

Eine Erfolgsgeschichte, die leider unter den aktuellen Corona-Bedingungen nicht angemessen gefeiert werden kann. Aber vielleicht klappt es ja beim Herbstfest.

Der Stadtteilverein gratuliert jedenfalls schon mal kräftig!

Ein Kindergarten auf dem Kerweplatz?

Wenn die katholische Kirche im Sommer 2022 den Kindergarten St. Theresia schließt, gibt es in Alt-Rohrbach nur nach den Paula-Heck-Kindergarten der Melanchthongemeinde. Deshalb ist der Wunsch der Alt-Rohrbacher groß, einen Platz für eine weitere Kindertagesstätte zu finden. Nun hat ein Mitarbeiter des Bürger- und Ordnungsamts der Stadt Heidelberg gegenüber einem Standbetreiber des Rohrbacher Wochenmarktes erwähnt, dass der Wochenmarkt, der Corona bedingt auf dem Kerweplatz untergebracht ist, dort längerfristig nicht bleiben kann, weil dort ein Kindergarten errichtet werden soll. Das hat Gemeinderätin Larissa Winter-Horn veranlasst, bei der Stadt nachzufragen, was konkret geplant ist.

Nun liegt die Antwort vor. Dort heißt es: „Die katholische Kirche plant im Sommer 2022 den Kindergarten St. Theresia zu schließen. Daher wird im Gebiet Alt-Rohrbach geprüft, auf welcher Fläche in einem absehbaren Zeitraum überhaupt eine Kindertageseinrichtung errichtet werden kann, die neben vielen weiteren Parametern aus bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen, verkehrlichen, Umweltgesichtspunkten und so weiter auch finanzierbar sein soll. Hierbei werden im Bereich Alt-Rohrbach alle möglichen Standorte, sowohl für Interimslösungen als auch für eine dauerhafte Nutzung, betrachtet. Eine der Flächen, für die derzeit Vorprüfungen laufen, ist auch der Kerweplatz. Bei diesem Platz wird unter anderem auch geprüft, wie viel Fläche gegebenenfalls für eine Kindertageseinrichtung benötigt wird und wie viel Platz dann weiterhin für die bisherigen Nutzungen zur Verfügung steht.

Zusammenfassend muss leider festgestellt werden, dass es bei allen bisher ins Auge gefassten und der Verwaltung bekannten Flächen erhebliche Zielkonflikte gibt, so dass eine kurzfristige Lösung nirgends realisierbar erscheint.

Eine Information des Bezirksbeirats und der gemeinderätlichen Gremien erfolgt, sobald die Vorprüfungen abgeschlossen sind und eine realisierbare Lösung gefunden wurde.”

Ochsenkopfwiese … Zahlt Rohrbach die Zeche?

Protestplakat an der Haltestelle Rohrbach-Süd.Ein Bürgerentscheid im Juli 2019, der zwar rechtlich nicht bindend war, weil nicht genug Menschen abgestimmt hatten, führte dazu, dass der Gemeinderat mit knapper Mehrheit gegen die Verlegung des Heidelberger Betriebshofs auf die Ochsenkopfwiese votierte. Die Wiese war gerettet und die Pläne, die im Vorfeld des Bürgerentscheids diskutiert worden waren, werden nun schnell umgesetzt. Könnte man denken.

Das Bündnis für den Bürgerentscheid: hatte immer wieder betont: Der Altstandort an der Bergheimer Straße bietet eine größere Kapazität als der Große Ochsenkopf. Es hatte aber wohl die Rechnung ohne die Kreativwirtschaft gemacht und kurzerhand das Areal der Alten Feuerwache mit in die „baureife Planung von 2014” einbezogen: Ein Betriebshof am Altstandort mit begrüntem und teilweise begehbarem Dach, das 46 Straßenbahnen und ca. 50 Bussen Platz bietet …

Am 29. Juli wurden nun die Pläne für den Neubau von Stadtverwaltung und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) vorgestellt. Zwei Entwürfe wurden präsentiert. „Beide Varianten gehen von einer Grünfläche von 20 auf 150 Meter aus”, sagte Michael Rudolf vom Stadtplanungsamt laut Rhein-Neckar-Zeitung am 31. Juli 2020. Das Dach des Betriebshofs soll zwar begrünt sein, aber kein Aufenthaltsort. Und in beiden bleibt der Bereich zwischen Emil-Maier-Straße und Czernyring – und damit auch das Zentrum für Kreativwirtschaft, das Dezernat 16 – vom Umbau des Betriebshofs unangetastet.

Wie soll das funktionieren? Zu Recht fragt die Rhein-Neckar-Zeitung heute: „Die Fläche des Betriebshofs soll kleiner werden, der Nahverkehr aber ausgebaut werden. Wie soll das klappen?” In den Entwürfen kommen im Betriebshof nämlich 28 Bahnen und 28 Busse unter.

Was bleibt also von der tollen Alternative zur Ochsenkopfwiese? Nichts. Kein Park auf dem Dach, nicht genug Platz für die Busse und Bahnen des RNV.

Aber dafür gibt es ja Rohrbach und Wieblingen. Die RNZ schreibt weiter: „Das bedeutet, dass zusätzliche Abstellflächen im Stadtgebiet erforderlich sind – dauerhaft. Während 27 Wasserstoff-Busse künftig zwischen Wieblinger Weg und der Bundesstraße 37 parken sollen, sind für die Bahnen zwei Standorte vorstellbar: entweder östlich der Haltestelle Rohrbach Süd, wo 20 Bahnen auf einer Fläche unterkommen könnten, die derzeit landwirtschaftlich genutzt wird. Oder an der Haltestelle Berufsschule in Wieblingen, wo auf dem Gleisbaulager der RNV Platz für ebensoviele Bahnen entstehen könnte. Die Rohrbacher Variante wäre günstiger (etwa 15 statt etwa 20 Millionen Euro).”

Rohrbach soll also die Zeche zahlen für den Erhalt der Ochsenkopfwiese und des Dezernat 16. Hier meint man, über landwirtschaftlich genutzte Flächen frei verfügen zu können. Hauptsache die Vorzeige-Stadtteile können realisiert werden und man muss sich nicht mit der eigenen Klientel anlegen …

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