von Hans-Jürgen Fuchs

Der Stadtteilverein tagte virtuell

Screenshot: Teilnehmer des virtuellen Sitzung

Treffen dürfen wir uns nicht. Sogar die Jahreshauptversammlung musste abgesagt werden. Da tagen wir halt online! Am 29.05.2020 fand die erste virtuelle Sitzung des Rohrbacher Stadtteilvereins statt. Mit guter Beteiligung und recht erfolgreich. #rorbachhältzusammen!

von Hans-Jürgen Fuchs

Der Rohrbacher Wochenmarkt wird vorübergehend auf den Kerweplatz verlegt!

Blick auf den Wochenmarkt.

Wolfgang Erichson, Bürgermeister für Umwelt, Bürgerdienste und Integration teilt uns mit, dass die Stadt die Initiative vom Wochenende, den Rohrbacher Wochenmarkt vorübergehend auf den Kerweplatz umzulegen aufgreifen wird. Das beschloss der Krisenstab der Stadt heute. Danke für die schnelle und gute Entscheidung. Und danke an alle, die das mitgetragen haben, besonders an Knud Jahnke, von dem die Initiative ausging!

 

von Hans-Jürgen Fuchs

Ein trauriger Umzug. Aber ein neues Heim für die Butze!

von Karin Weidenheimer

Unabhängig vom Sommertagszug mussten die Butzen und das Gestell für den Winter in ein neues Quartier umziehen. Eigentlich sollte das nach dem Sommertagszug am nächsten Sonntag geschehen. Dieser musste ja aber leider abgesagt werden.

Einige Helfer haben sich deshalb gestern an den traurigen Umzug gemacht und alle Teile in ihr neues Quartier geschoben. Aus Sicherheitsgründen war es bei der kleinen Gruppe, so dass die Helfer genügend Abstand zueinander halten konnten.

Jetzt warten die Butzen gut geschützt auf ihren Einsatz im nächsten Jahr!

[Beim Umzug der Butze. Die Butze und die Helfer.

von Hans-Jürgen Fuchs

Menschen auf der Flucht: Unterkunft in Rohrbach ist bezugsfertig.

Im März ziehen erste Bewohner im Kolbenzeil ein

Die Stadt Heidelberg schickt uns folgende Presseinformation:

Die neu gebaute Unterkunft für Geflüchtete im Stadtteil Rohrbach ist im März bezugsfertig. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner können dann dort einziehen. Belegt wird die Unterkunft auf dem Grundstück des ehemaligen Sprachheilkindergartens im Kolbenzeil 7-9 nach und nach zunächst mit Familien und Einzelpersonen unter anderem aus Eritrea, Syrien, Afghanistan, dem Iran und Nigeria. Die Unterkunft bietet Platz für 80 Personen. Sie umfasst zwei Gebäudeblöcke mit insgesamt rund 1.600 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche.

Für die Belegung stehen zehn Dreizimmer- und fünf Zweizimmerwohnungen zur Verfügung. Drei Wohnungen sind barrierefrei. Es gibt außerdem einen Gemeinschaftsraum für unterschiedliche Angebote, den unter anderem auch die „Arbeitsgruppe Asyl – Rohrbach sagt ja“ nutzen wird.

Perspektivisch soll im Kolbenzeil 7-9 eine langfristige Wohnnutzung möglich sein, wenn die Unterkunft nicht mehr für die Unterbringung von Flüchtlingen benötigt wird. Gebaut wurde deshalb in Massivbauweise.

Die neuen Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft im Kolbenzeil sind allesamt Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Konkret heißt das: ihr Asylantrag wurde bereits abgeschlossen oder sie haben bereits mehr als 24 Monate in der vorläufigen Unterbringung in Heidelberg gelebt, haben in der Regel hier bereits Sprachkurse besucht und die hiesigen Lebensgewohnheiten kennengelernt.

„Unser Ziel ist es, die Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft bestmöglich ins Stadtteilleben zu integrieren“, sagt Thomas Wellenreuther, Flüchtlingsbeauftragter der Stadt Heidelberg. Dabei kann die Stadt auf das Engagement der Ehrenamtlichen zählen, die sich in der „Arbeitsgruppe Asyl – Rohrbach sagt Ja“ zusammengeschlossen haben und sich für ein gutes Miteinander der Bewohner der Unterkunft und den Rohrbachern engagiert. Ein Willkommensfest ist für den Sommer bereits in Planung. Mit der Betreuung von Flüchtlingen hat die Stadt Heidelberg bereits an sechs Standorten im Stadtgebiet umfassend Erfahrung. In der Unterkunft im Kolbenzeil sind ein Hausmeister und eine Sozialarbeiterin tageweise vor Ort Ansprechpartner sowohl für die Bewohner als auch für die Anwohner.

von Hans-Jürgen Fuchs

Kein Platz für Kinder?

Beim 100sten Geburtstag des Kindergartens, 2007.Pläne, den Kindergarten St. Theresia zu schließen gibt es schon lange. Und lange Kämpfe nicht nur der Eltern dagegen … wir berichteten immer wieder darüber. Bis letzte Woche schien es aber doch noch Hoffnung zu geben. Doch dann erhielten die Eltern den Bescheid: Am 31.08.2022 soll St. Theresia schließen. Per Brief.

„Dass die beiden Kindergärten ab 2022 erst einmal aufgegeben werden, ist Teil des Masterplanes, mit dem die katholische Stadtkirche ihre 16 Kindertagesstätten mit 52 Gruppen in Heidelberg und Eppelheim überprüft. Sie will zukunftsfähige Standards setzen. "Eingruppige Kindergärten haben keine Zukunft", sagt Johannes Brandt ganz klar. Darin ist man sich mit der evangelischen Kirche in Heidelberg einig, die ihre kleinen Kita-Einheiten ebenfalls auflöst”, schreibt die Rhein-Neckar-Zeitung am 31.01.2020.

Die Schließung trifft nicht nur die Eltern hart, ganz Alt-Rohrbach fragt sich nun: Wo sollen unsere Kinder in die Tagesstätte gehen. Denn auch die evangelische Tagesstätte in der Heinrich-Fuchs-Straße ist dicht. Dass es bislang in fußläufiger Entfernung Tagesstätten gab, war ein großer Vorteil, für die Kinder, die Eltern und die Umwelt …

Die Eltern von St. Theresia sind zurecht empört. Hier eine Stellungnahme des Vorsitzenden des Elternbeirats:

St. Theresia unter Schock

Schon lange ist bekannt, dass der St. Theresia Kindergarten im Herzen Rohrbachs von Schließung bedroht ist. Aus diesem Grund gab es intensive Bemühungen der Elternschaft gemeinsam mit der katholischen Kirche und der Stadt Heidelberg Lösungen für den Verbleib des Kindergartens im Herzen Rohrbach zu finden. Seit Donnerstag ist dieser Traum vieler Eltern zerplatzt. Per Brief wurden die Eltern informiert, dass es keine Zukunft mehr für den Kindergarten St. Theresia geben wird. „Wir sind erschüttert auf welchem Weg uns diese Nachricht erreicht hat und zutiefst betroffen, dass unsere kleine Kinderoase aus Rohrbach verschwinden wird“, so der Elternbeirat Christian Lampert. Viele Eltern seien völlig aufgelöst, denn es sei schwer zu verstehen, wie einer der beliebtesten Kindergärten aus Rohrbach einfach fallen gelassen wird. „St. Theresia war immer ein Kindergarten, in dem der christliche Glauben gelebt wurde, umso unverständlicher ist es für uns, wie man sich als Katholische Kirche gegen diesen Kindergarten mit viel Herz und dem etwas anderen Konzept entscheiden kann. „St. Theresia hätte eine Zukunft haben können, wenn nur der Wille da gewesen wäre“, so der Elternbeirat. „Wir haben uns bemüht der Stadtkirche ganz im Sinne von Kirche 2030 neue innovative Ideen vorzustellen und nicht zu resignieren. Leider war von Seiten der Kirche hierfür kein Ansprechpartner zu finden.

Viele Eltern fühlen sich von der Kirche hingehalten und jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt. Die letzte Aussage seitens der Kirche gegenüber den Eltern war, dass die Stadtkirche nach einer Lösung suche und dann nochmals in den Dialog gehe. „Leider ist der Dialog nun zu einem schriftlichen Bescheid geworden.

Nicht zu vergessen ist, dass auch der als Naturgarten angelegte und gepflegte Pfarrgarten des Kindergartens den Umstrukturierungen des Geländes sehr wahrscheinlich zum Opfer fallen wird. Es blutet uns das Herz wie die Kirche mit dem Auftrag, die Schöpfung zu wahren umgeht.“, so Lampert. Vor einigen Monaten wurde dieser in der Kategorie „bedroht“ beim Wettbewerb des NABU zum Thema „Bedeutung von Stadtgrün in Heidelberg“ ausgezeichnet. „Es kann nicht sein, dass wir 500 neue Bäume in Heidelberg setzen wollen, aber hier ein grünes Kleinod zugebaut und ein wunderschönes Gebäude einfach abgerissen und ersetzt werden soll“, kritisiert der Elternbeirat.

Die Eltern von St. Theresia hoffen, dass es in das Bewusstsein der Menschen gelangt, dass jegliche Vielfalt in der Kinderbetreuung zu schwinden scheint und nun auch die katholische Stadtkirche sich der einheitlichen Kinderbetreuung, welche immer mehr auf Quantität und immer weniger auf Individualität und Spiritualität ausgerichtet ist unterordnet. Die absolute Ausrichtung auf lange Öffnungszeiten zwischenzeitlich praktisch aller Kinderbetreuungseinrichtungen einschließlich vieler Schulen sorgt immer mehr für leere Vereine, leere Straßen und Spielplätze und kein Miteinander mehr in Familie und Freundschaften. Gerade die Kirche wäre aus unserer Sicht in der Verantwortung, sich diesem Trend entgegen zu stellen.

Christian Lampert für den Elternbeirat des Kindergartens St. Theresia

von Hans-Jürgen Fuchs

Das große Krabbeln …

Einladungsplakat: Baby guckt mit großen Augen den Betrachter an Zugang zum Saal mit einer Unmenge Kinderwagen

Blick in den gut gefüllten Saal Die Initiatorinnen Erica Dutzi und Sybille Ziegler mit zwei Babys

Der Saal war voller neugieriger Eltern und süßer Babys: „Willkommen in Rohrbach”, der Einladung zum ersten Eltern-Kind Café für 2019 geborene Kinder, war eine überwältigender Zahl von Eltern gefolgt. Die Vertreter des Stadtteilvereins, der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden hat es sehr gefreut und es kam viel Lob für diese Idee. Der Bedarf, einander kennenzulernen und eventuell Krabbelgruppen und weitere Treffen dieser Art zu veranstalten, scheint groß zu sein. Und das ist gut so!

Uns vom Stadtteilverein war es wichtig, den Eltern zu berichten, was was wir tun und ihre Ideen und Anregungen zu hören. Wir möchten, dass sich alle in Rohrbach wohlfühlen, vom kleinsten Bewohner bis zum Ältesten!

Bei leckerem, selbstgebackenem Kuchen, Stilltee, Kaffee, Obst und Wasser wurde angeregt ausgetauscht, sich beschnuppert und betatscht, bewundert und überhaupt gestaunt. Bei 35 Babys aus allen Ecken Rohrbachs war das kein Wunder!

Mal sehen, ob dies eine neue Tradition wird und zum alljährlichen Treffen im Januar …

Spaß hat es jedenfalls allen gemacht.

von Hans-Jürgen Fuchs

Vierjahreszeitengarten des Kindergarten St. Theresia unter den Siegern

von Elisabeth Staufner

Ein Bauerngarten, eine Scheune. Schild: VierjahreszeitengartenAm 9. Oktober wurden die Gewinner des Fotowettbewerbs Stadtgrün vom Nabu Heidelberg gekürt. Einer der Sieger ist der „Vierjahreszeitengarten“ im Pfarrgarten der Gemeinde St. Johannes in Rohrbach. Als Kleinod im Hinterhof von Altrohrbach versteckt liegt der alte Pfarrgarten zwischen Rathausstraße und Parkstraße den Blicken verborgen hinter dem alten Pfarrhaus und dem Gemeindehaus von St. Johannes. Das Grundstück wird seit einigen Jahren vom Kindergarten St. Theresia als Garten genutzt. Hier lernen die Kinder die Natur im Vierjahreszeiten-Garten kennen. Sie säen, ernten und verarbeiten das Geerntete weiter. Als Naturgarten angelegt gibt es hier auf ca. 750 Quadratmetern Raum für Insekten aller Art, für Vögel, Fische, Libellen, Igel und Frösche. Kräuter und Blumen laden zum Riechen ein, Beeren und Früchte zum Naschen, Hängematte und Hollywoodschaukel zum Verweilen und Genießen, das Sonnenblumenhaus zum Verstecken und Spielen. Eine Oase der Ruhe und des Einklangs mit der Natur mitten in der Stadt. Aus der Sicht der Eltern und Erzieher von St. Theresia ein sehr erhaltenswerter Ort. Aus Sicht der Gemeinde Bauland und Einnahmequelle zur Querfinanzierung des neuen Gemeindehauses. Aus diesem Grund wurde das Foto von Barbara Pfeiffer unter der Rubrik „bedroht“ innerhalb des Fotowettbewerbs prämiert.

 

von Hans-Jürgen Fuchs

Pogromnachtgedenken 2019

EinladungsplakatAuch in Rohrbach gab es eine eigenständige jüdische Gemeinde, denn Rohrbach war bis 1927 selbstständig. Das Denkmal am Rathausplatz erinnert an das Schicksal der Gemeinde – die Synagoge wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstört.

Wir erinnern jedes Jahr am 9. November an das Leid, das den jüdischen Bürgern in dieser Nacht im Jahr 1938 zugefügt wurde. Gewalt gegen Menschen und Zerstörung ihrer Wohnungen und ihrer Synagogen – das geschah auch in Rohrbach.

Die Mehrheit ließ es schweigend geschehen. Aber es gab auch Menschen, die Solidarität mit den Verfolgten zeigten. Die in Rohrbach wohnende Familie P. stieß nicht nur auf überzeugte Nazis und angepasste Mitläufer, sondern sie fand unter den Rohrbachern manche Helfer, die ihr das Überleben ermöglichten. An deren Einsatz wollten wir erinnern.

Claudia Rink, Mitautorin des Buches „Stille Helfer” begrüßte für den punker, Hans-Jürgen Fuchs sprach für den Stadtteilverein. Das Hauptreferat hielt Dr. Reinhard Riese, ebenfalls Mitautor des Buchs. Musikalisch wurde der Abend einfühlsam begleitet von Anne Kloos, Joachim und Vincent Nolden.

Einige Impressionen der Veranstaltung finden Sie hier ...

von Hans-Jürgen Fuchs

Bürgerschweigestunde

von Hans-Jürgen Fuchs

„Bürgerschweigestunde” titelt die Rhein-Neckar-Zeitung am 25. Oktober 2019 eine Nachricht in ihrem Newsletter. Der Grund ist eine Diskussion, die in der letzten Sitzung des Rohrbacher Bezirksbeirats aufkam.

Keine Sitzungsunterbrechung mehr …

In einem Schreiben, das Oberbürgermeister Eckart Würzner Anfang September an alle 210 an die Bezirksbeiräte, nicht aber an die in den Räten mitwirkenden Vertreter der Stadtteilvereine verschickte, hieß es, dass Sitzungen künftig nicht mehr unterbrochen werden dürfen, um Bürgern Gelegenheit zu Stellungnahmen zu konkreten Tagesordnungspunkten zu geben. Mehr als zwanzig Jahre lang war dies ohne Probleme möglich gewesen.

Künftig sollten die Einwohner Heidelbergs nur im Rahmen des Tagesordnungspunkts „Fragestunde“, zu Beginn der Sitzung, „Fragen, Anregungen und Vorschläge“ einbringen dürfen. Zu inhaltlichen Punkten könnten nur noch vorab geladene, sachkundige Personen zugezogen oder Betroffene gehört werden. „… eine Sitzungsunterbrechung, die darauf abzielt, Wortmeldungen der Öffentlichkeit zu Beratungsgegenständen zu ermöglichen, ist unzulässig“, heißt es im Brief.

Bisher hatten die Bezirksbeiräte immer die Möglichkeit, nicht nur die Sicht der Stadt zu einem Sachverhalt zu hören, sondern auch die Sicht der Bürger. Das war für die Meinungsfindung sehr hilfreich. Immer wieder konnten Bürger so Argumente und Gründe einbringen, die die Räte sonst nicht erfahren hätten.

Es wird in Heidelberg viel über Bürgerbeteiligung gesprochen und es wurden in den letzten Jahren gigantische Verfahren installiert, um sie zu ermöglichen … und dann verbietet man so eine kleine, aber ungemein effektive Möglichkeit für Bürger zu Wort zu kommen?

Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin seit fast 20 Jahren ununterbrochen im Bezirksbeirat und habe kein einziges Mal erlebt, dass die bisherige Möglichkeit, dass Mitglieder des Bezirksbeirats um eine Sitzungsunterbrechung bitten, um Bürger zu Wort kommen zu lassen, missbraucht worden wäre. Im Gegenteil: Die Wortmeldungen haben immer der Sache gedient und waren hilfreich.

Kein Antragsrecht für die Stadtteilvereinsvertreter mehr …

In der Sitzung wurde dann auch noch deutlich, dass die Vertreter der Stadtteilvereine nicht nur kein Stimmrecht haben, sondern auch keine Anträge mehr stellen dürfen. Das war bis letztes Jahr sehr wohl möglich. Im Protokoll stand dann immer „Antrag aus der Mitte des Bezirksbeirats”. Auch das kann ich nicht nachvollziehen … außer man will wirklich dokumentieren, dass die Stadtteilvereinsvertreter nur geduldet sind …

Keine öffentlichen Protokolle …

Und zu schlechter Letzt ärgert mich schon immer, dass die Protokolle der BBR-Sitzungen nicht öffentlich sind. Vor vielen, vielen Jahren wurde uns bereits verboten, diese auf der Website des punker zu veröffentlichen. Renate Emer und ich hatten daraufhin einige Jahre selbst Protokolle geschrieben und veröffentlich. Heute argumentiert man mit der Datenschutzgrundverordnung. Diese schütz personenbezogene Daten. Aber die Sitzungen sind öffentlich, die Presse ist vor Ort und berichtet … nur die Protokolle sollen geschützt sein? Was für ein Unsinn! 

Fazit

Ich wollte mich ja nicht mehr aufregen, aber … Hunderttausende Euro werden in die große, publikumswirksame Bürgerbeteiligung gesteckt und im Kleinen werden vorhandene Beteiligungsformen und vorhandene Transparenz zurückgenommen oder verhindert. Wie schreibt Timo Teufert in seinem Kommentar in der RNZ: „Deshalb sollte der OB dringend noch einmal in sich gehen und seine Anweisung zurücknehmen.” Dem ist nichts hinzuzufügen.

von Hans-Jürgen Fuchs

Katja Clauer-Hilbig ist tot

Portraitfoto Katja Clauer-HilbigKatja Clauer-Hilbig war Heidelbergs erste Weinkönigin. Viele Jahre hat sie unsere Stadt im In- und Ausland vertreten. Auch auf den Rohrbacher Festen, bei Weinfest, Kerwe und Seniorenherbsten war sie ein gern gesehener Gast. Ihre freundliche Art und ihr Lachen waren im Stadtteil bekannt … sie werden uns fehlen. Am 8. September 2019 starb Katja, noch nicht einmal 52 Jahre alt.

Auf der Website des Weingut Clauer findet sich ein Text, den Katja Clauer-Hilbig zum Jubiläum des Hölderlin-Gymnasiums geschrieben hat und den wir hier in Ausschnitten zitieren.

„Mein Name ist Katja Clauer-Hilbig und ich habe 1987 am Hölderlin Abitur gemacht. Nachdem ich eine 2-jährige Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin absolviert hatte, bekam ich 1989 einen Anruf vom damaligen Heidelberger Oberbürgermeister Zundel, ob ich denn nicht Heidelberger Weinkönigin werden möchte. … Dass ich dieses Amt 8 Jahre lang behalten sollte, ahnte ich damals noch nicht. Auch nichts davon, wie viele aufregende Reisen ich erleben sollte. Eine dieser Reisen führte mich nach Japan. … Schon am Flughafen wurde mir klar, was es für Japaner bedeutet, eine Weinkönigin in ihrem Land zu haben. Wir wurden mit Staatskarossen abgeholt und unter Polizeieskorte zum Hotel geleitet. … Im Nachhinein betrachtet war Japan die interessanteste, aber auch die anstrengendste Reise, die ich machte …

Auch im Inland hatte ich sehr viele interessante Auftritte, so zum Beispiel die Taufe eines Flugzeugs der Lufthansa auf den Namen Heidelberg. Der Heidelberger Herbst, den ich achtmal miteröffnen durfte, die vielen Auftritte in verschiedenen Seniorenheimen und nicht zuletzt die diversen Kerwen haben mir immer wieder sehr viel Spaß gemacht. …

Als ich nach acht Jahren mein Amt niederlegte, um mich ganz meinem Examen widmen zu können, geschah das doch mit mehr als einem weinenden Auge. Es war eine wunderbare Zeit, in der ich so viele interessante und außergewöhnliche Menschen kennenlernte und viele Erfahrungen sammelte.

Heute bin ich dreifache Mutter (mein Sohn kam 1998 zur Welt, die zweite Tochter 2005), Fachzahnärztin für Oralchirurgie und Kieferorthopädie, schaue mir ab und zu mein Fotoalbum an und beginne zu träumen.”

Der Stadtteilverein Rohrbach verliert ein besonderes Mitglied. Katja Clauer-Hilbig hat sich für unsere Stadt und unseren Stadtteil enorm engagiert. Wir werden das niemals vergessen und ihr Andenken in Ehren halten!

Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, der wir viel Kraft in diesen schweren Stunden wünschen.

Hans-Jürgen Fuchs