von Hans-Jürgen Fuchs
Spende übergeben
von Hans-Jürgen Fuchs
Wenn die Investoren kommen …
von Hans-Jürgen Fuchs
Stadtteilverein im Herbst 2018
von Hans-Jürgen Fuchs
Rohrbach und Kirchheim freundlich vereint …
von Hans-Jürgen Fuchs
Geheimnisvoller Süden
von Hans-Jürgen Fuchs
Improvisieren und tanzen: Die Rohrbacher Kerwe 2018
von Hans-Jürgen Fuchs
Danke, Wolfgang Lachenauer!
von Hans-Jürgen Fuchs
Bezirksbeiräte streiken
von Hans-Jürgen Fuchs
Frust im Rohrbacher Bezirksbeirat – Kein Umbau der Leimer Straße!
von Hans-Jürgen Fuchs
Sicher und aktiv im Alltag: Forschungsprojekt „LiFE-is-LiFE“ sucht Teilnehmer/-innen
„Gebäudeoptimierung” bei der evangelischen Melanchthongemeinde?
von Hans-Jürgen Fuchs
Offene Stellungnahme von Gemeindemitgliedern der Evangelischen Melanchthon-Gemeinde Rohrbach
von Hans-Jürgen Fuchs
Mitte November fand eine Gemeindeversammlung der evangelischen Melanchthongemeinde statt. Wie zuvor bereits bei der katholischen Gemeinde, so ging es auch hier vor allem um eines: um das liebe Geld. Die evangelische Kirche erwirtschaftet seit Jahren ein Defizit. Grund ist u.a. ein hoher Gebäudebestand und ein Sanierungsstau, verbunden mit dem Mitgliederschwund. Jährlich verliert die evangelische Stadtkirche etwa 1000 Mitglieder und auch die Mitgliederzahlen der Rohrbacher Gemeinde schrumpft.
Mögliche Konsequenzen aus dieser Situation skizzierte Dr. Gunnar Garleff, Pfarrer, Stadtkirchenrat und Mitglied der Strukturkommission. Das war kein einfacher Job. Trotzdem darf man fragen, ob es auch in der Kirche wirklich notwendig ist, Sachverhalte durch die Sprache schönzureden. Wenn man der Meinung ist, die Kirche muss sich aus finanziellen Gründen von Gebäuden trennen, warum sagt man das nicht genau so, sondern nennt es „Optimierung des Gebäudebestands”?

In die Jahre gekommen: Das evangelische Gemeindezentrum in der Heinrich-Fuch-Straße
Dies aber nur am Rande. Jedenfalls soll für ganz Heidelberg 2018 ein Masterplan für die weitere Entwicklung der Gebäude erstellt werden. Parallel dazu könnten, so Gunnar Garleff, in einigen Bereichen bereits jetzt Projekte angegangen werden, u. a. auch in Rohrbach. Aus Sicht des Stadtkirchenrats muss nämlich das Gemeindezentrum in der Heinrich-Fuchs-Straße verkauft werden. Es ist das einzige in Rohrbach, das wirklich Geld bringen würde, denn das Gelände gehört der Kirche, während das Grundstück in der Baden-Badener-Straße der Pflege Schönau gehört und das Zentrum in Alt-Rohrbach und die Melanchthonkirche erhalten bleiben sollen.
In der Gemeinde vertritt man allerdings seit Jahrzehnten die Meinung, dass die Heinrich-Fuchs-Straße wegen ihrer zentralen Lage zumindest teilweise erhalten bleiben soll. Dr. Theißen vom Ältestenkreis der Melanchthongemeinde ärgerte sich, dass die in Rohrbach erarbeitete und vor 1 1/2 Jahren verabschiedete Machbarkeitsstudie durch die Planungen der Stadtkirche obsolet würde. Der Ältestenkreis habe aber noch keine endgültige Entscheidung gefällt, da ihm die Planungen der Stadtkirche noch zu unklar seien, so Theißen.
In der anschließenden Diskussion wurde vor allem darauf hingewiesen, dass der Vorschlag der Stadtkirche dazu führen würde, dass die Gebäude der Kirche am Rand der Rohrbacher Gemeinde lägen und die Menschen noch weitere Wege zurücklegen müssten, als bisher. Außerdem wurde mehrfach der Vorwurf erhoben, dass der jetzige schlechte Gebäudezustand auch darauf zurückzuführen sei, dass die Stadtkirche zum Teil falsche Entscheidungen getroffen habe und damit die finanzielle Misere mit verursacht habe. Heftige Kritik fand auch die Tatsache, dass die Stadtkirche bei notwendigen Entscheidungen untätig sei. So sei seit Jahren immer wieder die Toilette im Gemeindehaus verstopft. Man habe selbst Geld gesammelt für eine Reparatur, aber die Bauabteilung der Stadtkirche schaffe es nicht, auch nur Angebote einzuholen. Das sei ein Verhalten wie das eines Vermieters, der ein Gebäude entmieten will.
Die Mehrheit der Anwesenden lehnte schließlich eine Zustimmung zu den Plänen der Stadtkirche ab, da unklar sei, was genau realisiert werden kann und damit die Grundlage für die Entscheidung fehle.
Der Ältestenkreis muss nun entscheiden, ob er dem Beginn der Planungen doch noch zustimmt und damit der Aufgabe der Heinrich-Fuchs-Straße zustimmt.
In dieser Situation entstand nun eine „Offene Stellungnahme“ von Mitgliedern der Melanchthongemeinde, die im laufenden Verfahren Position bezieht und das zur Diskussion stellt. Die von der Gemeindebasis ausgehende Initiative, lädt, wie es heißt, zur Unterstützung ein, um den Entscheidungsträgern in der Gemeinde in Rohrbach und in der Gesamtgemeinde Heidelberg ein Meinungsbild präsentiert.
Man könnte auch sagen: Die Initiative sammelt Unterschriften und fordert, neben einer schnellen Beseitigung der gröbsten Mängel, eine transparente Erarbeitung einer Gesamtlösung für Heidelberg, bei der die Rohrbacher Interessen berücksichtigt werden müssen.
Die Unterschriftenliste können Sie hier downloaden …
Ausgefüllte Unterschriftenlisten bitte beim Pfarramt West, Heinrich-Fuchs-Straße abgeben oder einwerfen.


Und Pausen. Immer längere Pausen. Ein 2015 vorgesehenes Bürgerforum fand 2016 statt. Seither ist die Bürgerbeteiligung abgeschlossen … und Funkstille. Zumindest nach außen. Im Hintergrund scheint allerdings alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Beim letzten Bürgerforum stellte sich unvermittelt und scheinbar unverbindlich eine „ARGE Hospital” genannte Investorengruppe vor und bekundete ihr Interesse, das Quartier zu entwickeln. Mit dabei die üblichen Heidelberger Verdächtigen: Epple, Kalkmann, Kraus, die GGH und die Deutschen Wohnwerte. Nicht gestellt, jedenfalls nicht von Seiten der Stadt, wurde die Frage, ob es tatsächlich sinnvoll ist, auch das nächste große gelände wieder ausschließlich von einer großen Investorengruppe entwickeln zu lassen. Die Frage muss erlaubt sein, ob das wirklich die beste Vorgehensweise ist. Vieles spricht dafür, dass die Chancen für ein auf Dauer liebenswertes und hochwertiges Gebiet größer sind, wenn nicht wenige Investoren bauen, sondern viele kleinere und mittlere. Vieles spricht dafür … und viele sprachen dafür, in den Bürgerforen.


Im Polizeirevier Süd prangen nun die Rohrbacher und die Kirchheimer Flagge freundlich Seit an Seit. Das Revier hatte angefragt und die Stadtteilvereine waren dem Wunsch gerne nachgekommen. Josef Scherhaufer vom Beirat des Rohrbacher Stadtteilverein übergab die Fahne dieser Tage.
Johann Wolfgang von Goethe brachte es auf den Punkt: Heidelberg, so schrieb er, habe mit seiner Lage und der ganzen Umgebung etwas Ideales. Und er war nur einer der zahlreichen Dichter und Denker, die die Stadt am Neckar mit Lobeshymnen bedachten. Bei so viel Wohlwollen: Gibt es da überhaupt noch etwas Neues zu schreiben?

Bei den Rohrbacher Bezirksbeiräten macht sich der Frust breit. Man hat das Gefühl, nur noch zu den Themen gehört zu werden, die im Interesse der Stadt liegen. Es ist nicht nur das der Umbau der Leimerstraße mit einem Federstrich gestrichen wurde, auch die Tatsache, dass das Wohnungsbaukonzept für das Hospital ebenfalls nicht im Bezirksbeirat besprochen werden soll ärgert die Räte.
Sie sind 70 Jahre oder älter und in letzter Zeit etwas unsicherer beim Gehen geworden? Möchten Sie zukünftig ihren Alltag wieder aktiver gestalten und sich sicher bewegen? Dann gehören Sie möglicherweise zur Zielgruppe des neuen Forschungsprojekts „LiFE-is-LiFE“ des Netzwerk Altersforschung der Universität Heidelberg.
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