von Hans-Jürgen Fuchs
Das Festwochenende 1250 Jahre Rohrbach
von Hans-Jürgen Fuchs
Cinema pur bei Clauer de Chant
von Hans-Jürgen Fuchs
Änderungsbedarf im Hasenleiser feststellen
von Hans-Jürgen Fuchs
Stolpersteinverlegung in Rohrbach
von Hans-Jürgen Fuchs
Friedrich „Fritz" Gänßmantel gestorben
von Hans-Jürgen Fuchs
Tour de Rohrbach der SPD 2016
von Hans-Jürgen Fuchs
Klare Linien & satte Farben
von Hans-Jürgen Fuchs
Probebeleuchtung der Melanchthonkirche
von Hans-Jürgen Fuchs
Jahreshauptversammlung des Stadtteilverein 2016
von Hans-Jürgen Fuchs
Soccercourts auf dem Spielplatz im Erlenweg
50 Jahre Heimatmuseum Rohrbach
von Hans-Jürgen Fuchs
Sepp Haselbeck und Ludwig Schmidt-Herb
für das Museumsteam im Stadtteilverein Rohrbach
Auch für ein Museum ist der 50. Geburtstag ein Grund zum Feiern. Aber wie feiert man, wenn ein Virus das Zusammenkommen von Menschen verhindert? Wir, das Museumsteam, haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich bis zum Sommer dafür ein Weg finden wird. Wir sind noch da!
Ein kurzer Rückblick auf die 50-jährige Geschichte
Bei der 1200-Jahrfeier 1966 stellte Rohrbach seine wechselvolle Historie in einem grossen Festzug vor. So entstand der Wunsch nach einer dauerhaften Präsentation der Geschichte Rohrbachs. Der Vorsitzende des Stadtteilvereins, Karl-Heinz Frauenfeld, nahm sich dieser Aufgabe an, sammelte historische Gegenstände und Urkunden und konnte so in drei Räumen des Alten Rathauses ein kleines Heimatmuseum einrichten, das am 23.7.1971 offiziell eingeweiht wurde. Themen waren vor allem die bäuerliche und handwerklich-industrielle Geschichte. Aber auch kulturgeschichtliches wurde dokumentiert, z.B. die „Käthchenromanze” Eichendorffs mit einer Rohrbacher Küferstochter, was dem Museum 1981 die Aufnahme in den Kreis der „Literarischen Museen des Landes Baden-Württemberg” verschaffte.
Die Bereitschaft der Bürger, Gegenstände zu spenden nahm stetig zu, man brauchte deshalb weitere Raumkapazitäten. Als die Räume im Alten Rathaus 1995 dem Bürgeramt weichen mussten, ergab sich die Möglichkeit, in einer ehemaligen Bäckerei in der Rathausstraße 76 erst sechs, später im Hinterhaus vier weitere Räume in ehrenamtlicher Arbeit neu einzurichten. Vor 25 Jahren, am 30.3.1996 konnte das neue, nun stark vergrößerte Heimatmuseum im Rahmen einer einstündigen Life-Übertragung der „Kurpfalzradio-Nahaufnahmen” eröffnet werden. Nun ist jeder der 10 Räume einem eigenen Motto gewidmet, und für die Mitarbeiter des Museumsteams gibt es eine kleine Werkstatt und ein Archiv- und Bürozimmer.
Inzwischen ist wieder jede verfügbare Fläche mit Exponaten ausgefüllt, so dass kaum noch weitere Exponate angenommen werden können. Seit vielen Jahrzehnten bringen sich Hella und Gustav Knauber mit viel Herzblut in die Gestaltungs- und Erhaltungsarbeit des Museums ein. Sie werden von den sechs bis acht Mitarbeiter*innen des Teams als „Direktorium”liebevoll und respektvoll unterstützt. Alles ehrenamtlich, versteht sich. Einzelne Ergebnisse der kontinuierlichen Arbeit sind in einer „Schriftenreihe des Heimatmuseum Heidelberg-Rohrbach” dokumentiert, als deren 20. Band zum Jubiläum die 50-jährige Geschichte des Heimatmuseum dargestellt werden soll.
Seit einem Jahr ruht allerdings nun alles im Dornröschenschlaf. Die wöchentlichen Arbeitstreffen des Teams sind auf ein Minimum reduziert, die monatlichen Öffnungen abgesagt, Führungen für Schulklassen und Gruppen nicht mehr möglich, das traditionelle zweitägige Museumsfest in Juni, das viele Gäste aus Nah und Fern zum Feiern einlud und uns dringend benötigte finanzielle Unterstützung einbrachte – all das fällt nun aus.
Gibt es das Museum überhaupt noch? Aber ja! Auf der großrn Schautafel am Hoftor ist seine Geschichte und die Aufteilung seiner Räume dargestellt. Und jeden Abend bei Beginn der Dunkelheit erstrahlt das Ausstellungsfenster in hellem Licht. Es wird von unseren kunstsinnigen Damen Hella Knauber und Renate Hammerstein immer wieder liebevoll thematisch neu gestaltet. Im Herbst war es der Geschichte des Thann'schen Hofes gewidmet, dessen Scheunen und Ställe derzeit zu einer Wohnanlage umgebaut werden. Gegennwärtig zeigt das Fenster den historischen Tabakanbau und die Zigarrenherstellung in Rohrbach.
Das Licht im Ausstellungsfenser soll und Hoffnung geben auf eine Zeit der Öffnung, der Begegnung und des Feierns – auch im 50. Jahr des Heimatmuseums Rohrbach.
Bleiben Sie uns treu!

Das Festwochenende ist vorbei. Es war ein rauschendes Fest, das tausende Rohrbacherinnen und Rohrbacher zusammengebracht hat. Als wir das Jubiläumsjahr planten, sagten wir: „Wir möchten „Bilder” erzeugen, Erinnerungen – so wie der Kupferstich von der Kerwe auf dem Bierhelderhof. So schön, dass hinterher ein Bild davon im Roten Ochsen aufgehängt wird. Das Jubiläumsprogramm soll ein Rahmen sein, den alle in Rohrbach gemeinsam füllen können: Rohrbachs Identität, seine Tradition und Zukunft. Und Heidelberg schaut und kommt nach Rohrbach.”
Unter freiem Himmel konnten die Besucher am Samstag, 23. Juli 2016, einen ganz besonderen Event in Heidelberg-Rohrbach genieflen: Im mediterran anmutenden Innenhof des Weinguts Clauer de Chant in der Rathausstrafle 15 mitten in Heidelberg-Rohrbach versammelte sich, trotz Unwetterwarnung eine stattliche Besucherschar vor einer eigens aufgebauten Leinwand. Ein Kultfilm der besonderen Art wurde an diesem Abend vorgef¸hrt, der vor 30 Jahren die Kinocharts st¸rmte. Der damals sogar zum Deutschen Filmpreis nominierte Streifen von ein paar Jungfilmern aus dem Allg‰u mit dem Titel DAHEIM STERBEN DIE LEUT' begeisterte 1985 das Kinopublikum auch in Heidelberg. Warum ausgerechnet dieser vor kurzem digital restaurierte Kinofilm bei Clauer de Chant zu sehen war, hat einen einfachen Grund: Einer der beiden Regisseure, Leo Hiemer, hat 1987 bis 1992 in Rohrbach gelebt und f¸r seine beiden in Rohrbach geborenen Tˆchter damals t‰glich Milch bei Bauer Clauer de Chant geholt. Bei einem Besuch in Heidelberg musste er feststellen, dass es bei Clauer de Chant zwar keine Milch mehr, daf¸r aber hervorragenden Wein gibt. So entstand bei Hans Clauer de Chant rasch der Plan, mit Film und Regisseur einen Event zu kreieren. Die Feierlichkeiten zum 1250j‰hrigen Jubil‰um von Rohrbach gaben jetzt den richtigen Rahmen. Die Zuschauer konnten neben dem Film die Weinspezialit‰ten des Weinguts genieflen und den Film auf DVD bei Regisseur Leo Hiemer erstehen - mit Autogramm versteht sich. Nach diesem Erfolg plant Hans Clauer f¸r n‰chstes Jahr wieder eine Veranstaltung mit einem Film des bekannten Drehbuchautors und Regisseurs Leo Hiemer.
Fragebogenaktion des Quartiersmanagements ist angelaufen
Rohrbach gehört nicht erst heute zu den mehr als 500 Orten in Deutschland und Europa, an denen Stolpersteine liegen. Bereits 2011 wurden für die vom Naziregime aus politischen Gründen verfolgten und ermordeten Eheleute Käthe und Alfred Seitz in der Karlsruher Straße 46 Steine verlegt. Im März 2013 folgten Steine für die fünf sowjetischen Zwangsarbeiter, die am 28. August 1944 auf dem Werksgelände der Waggonfabrik Fuchs hingerichtet wurden. Seit vergangenen Dienstag, 28. Juni, erinnern nun 24 Stolpersteine an ehemalige jüdische Rohrbacher Bürgerinnen und Bürger, die vom Naziregime gedemütigt, verfolgt, deportiert und ermordet wurden.
Mehr als 20 Optimisten trafen sich zu der diesjährigen Tour de Rohrbach am Alten Rohrbacher Rathaus – und behielten recht. Das Wetter hielt. Über 2 Stunden lang konnte man das geplante Programm im Sonnenschein radelnd absolvieren.
… lange schon forderten wir das in den Gremien, die sich mit dem Sanierungsgebiet Rohrbach beschäftigen – die Beleuchtung der Melanchthonkirche. Denn diese prägt das Bild unseres Stadtteils wie kein anderes Gebäude – außer vieleicht dem Rathaus. Das aber schon angestrahlt ist.
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